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Samstag, 8. Mai 2010

Gute Konfliktkultur

Am 25. April 2010 wurde Hans Christian Brandy als neuer Landessuperintendent für den Kirchensprengel Stade eingeführt. In seiner Antrittspredigt sagte er unter anderem:

Konflikte dürften nicht in einem freundlichen Nebel der Harmonie, milde verhüllt werden. "Wir brauchen eine gute Konfliktkultur. Das ist etwas, was zum Charakter und zu den Stärken der evangelischen Kirche gehört. Kritisches muss offen benannt werden. Sachprobleme und Rechtsfragen müssen geklärt werden."

Eine "gute Konfliktkultur" - diesen Appell möchte ich ausdrücklich unterstützen und meine Hoffnung ausdrücken, dass es im Kirchenkreis Buxtehude gelingen möge, diese zu definieren und umzusetzen.

Sonntag, 28. März 2010

Mangelnde Unterstützung des Ehrenamtlichen-Gedankens durch Hauptamtliche?

In meinem eigenen Kirchenkreis (Buxtehude) haben es die Pastoren/innen abgelehnt, sich auf ihren Pfarr-Konferenzen dieses Jahres mit dem Thema "Ehrenamtlichkeit" zu befassen. Zu fragen ist doch, ob auf diesem Gebiet schon alles getan ist oder ob es nicht dringlich darauf ankommt,
  • die Ehrenamtlichkeitskultur unter den bereits ehrenamtlich Tätigen weiter zu entwickeln und
  • andere Menschen, die sich für die Ehrenamtstätigkeit interessieren, zu gewinnen.
Ist die Kirchenorganisation zu kurzatmig?

Samstag, 20. März 2010

4. Konferenz der Kirchenkreis-Beauftragten für die ehrenamtlich Mitarbeitenden

Am 20. 3. 2010 fand in Hannover die 4. Konferenz der Kirchenkreis-Beauftragten für die ehrenamtlich Mitarbeitenden statt. Es nahmen auch Gemeinde-Koordinatoren/innen für die ehrenamtlich Mitarbeitenden teil. Ich fand besonders bemerkenswert, dass viele der Anwesenden, die selber Ehrenamtliche sind, über einen Mangel an Unterstützung durch die Hauptamtlichen klagten. Wie können wir das ändern?

Freitag, 26. Februar 2010

Ist das Pfarramt der/die Vorgesetzte der Ehrenamtlichen?

In der letzten Zeit habe ich gehört, dass das Pfarramt Vorgesetzte/r der Ehrenamtlichen sei?
Was sagt ihr dazu?

Sonntag, 24. Januar 2010

Wir sitzen alle in einem Boot

In einer Buxtehuder Gemeinde wurde am heutigen Sonntag den neuen Konfirmanden diese Bibel überreicht. Die Vorderseite zeigt ein Segelschiff als das Symbol für uns Menschen, die menschlichen Gemeinschaften im Allgemeinen und die kirchlichen Gemeinden im Besonderen. "Wir sitzen alle in einem Boot." Auch in einer Gemeinde gilt es, Menschen unterschiedlicher Temperamente, Fähigkeiten und Typen zu vereinen und daraus eine Mannschaft, ein Team, zu formen, die das Schiff Gemeinde durch gutes und durch schlechtes Wetter bringen kann. Gibt es Streit, ist die Tatkraft des Teams gefährdet. Dann braucht es einen Vermittler, den Ehrenamtlichen-Beauftragten.

Freitag, 15. Januar 2010

Ein Jahr Erfahrungen als Ehrenamtlichen-Beauftragter

Die ersten 12 Monate als Ehrenamtlichen-Beauftragter des Kirchenkreises Buxtehude


von Dr. HP Lütjen-Dageförde



Ausgangssituation

Am 26. 8. 2008 hat mich der Kirchenkreistag Buxtehude zum Ehrenamtlichen-Beauftragten gewählt. Seitdem ist ein Jahr vergangen.

Meine Aufgabe: Vermittlung in Konflikten zwischen Ehrenamtlichen und zwischen ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden in den Gemeinden des Kirchenkreises und im Kirchenkreis selbst.

Bei meinem Amtsantritt versprach ich, mich im Laufe der ersten 12 Monate in allen Kirchengemeinden des Kreises vorzustellen.

Was ist seitdem geschehen?

Unmittelbar nach Amtsantritt habe ich einen Artikel über den Ehrenamtlichen-Beauftragten (mit Foto und Kontakttelefonnummer) verfasst und an alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises mit der Bitte um Veröffentlichung im Gemeindebrief verschickt. Der Artikel ist nach meiner Kenntnis im Gemeindebrief der St.-Paulus- und der St.-Petri-Gemeinde erschienen und auf der Website des Kirchenkreises. Auch gab es Veröffentlichungen in der örtlichen Presse.

In folgenden Gemeinden habe ich mich inzwischen vorstellen können: 2008 vor den Kirchenvorständen von St. Paulus, Neukloster und St. Petri sowie dem Kapellenvorstand von Dollern, 2009 in Ahlerstedt, Fredenbeck, Mulsum, Apensen und Harsefeld. Vor allen Vorständen habe ich die Entstehungsgeschichte des Ehrenamtlichen-Beauftragten und seine Aufgaben darstellen können. Die Nachfragen richteten sich auf eine Aufgaben-Abgrenzung, wie beispielsweise gegenüber Personalvertretung, Ehrenamtlichen-Managerin und Ehrenamtlichen-Ausschuss. Es gab auf einer Vorstandssitzung den Vorschlag, nicht nur auf die Lösung von Einzelfällen zu setzen, sondern Konfliktlösungsseminare anzubieten.

Bei nur wenigen Vorstellungen konnte ich den Eindruck gewinnen, dass die Anwesenden konkrete Konfliktfälle vor Augen hätten, deren Lösung sie in Zukunft mit den Aufgaben des Ehrenamtlichen-Beauftragten in Verbindung brächten.

Ich habe eine Website eingerichtet (www.ehrenamtlichen-beauftragter.de) und eine Email-Adresse (ehrenamtlichen-beauftragter@t-online.de) sowie angeboten, mit mir über einen Chat in ICQ Kontakt aufzunehmen. Davon ist kein Gebrauch gemacht worden, sodass ich diese drei technischen Medien wieder eingestellt habe.





Beratungsfälle

In der Zeit Februar bis April 2009 war ich damit befasst, zwischen einer Hauptamtlichen und zwei Ehrenamtlichen zu vermitteln. Die Hauptamtliche setzte sich nach Aufforderung durch den Superintendenten mit mir in Verbindung. Es kam zu Telefonaten auch mit den Ehrenamtlichen sowie zu je zwei Einzelgesprächen mit allen drei Beteiligten. Gemeinsame Gespräche wurden verweigert. Letztendlich kam es zu keiner Aussöhnung. Die eine ehrenamtliche Person hat sich aus der Kirchenarbeit zurückgezogen.

Der zweite Fall war eine Telefonberatung. Eine ehrenamtlich tätige Frau suchte nach Rat, wie sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit Überlastung vermeiden könnte. Nach etwa einer Stunde war ein Ergebnis erzielt worden, das meines Erachtens nach der Ratsuchenden Erleichterung gegeben hat.



Wie weiter?

Im ersten Jahr ist es zur Intervention gekommen durch

• Empfehlung Dritter und

• Eigeninitiative Beteiligter.

Dies werden auch zukünftig die Wege sein, auf denen es zur Einschaltung des Ehrenamtlichen-Beauftragten kommen kann.